Berufliches Gymnasium – Klassenfahrt nach Hamburg –

In der Zeit vom 06. bis zum 10. November 2017 begab sich die GSE 15 auf Abschlussfahrt nach Hamburg. Bereits am Ankunftstag stand ein geführter Stadtrundgang zur historischen und aktuellen Stadtentwicklung Hamburgs auf dem Programm.

Durch kurzweilige Anekdoten gelang es dem Stadtführer, trotz eisiger Kälte und Nieselregen, uns in den Bann der spannenden Geschichte Hamburgs zu ziehen. Am Dienstag ging es gleich nach dem Frühstück zum UNESCO-Weltkulturerbe der Stadt Hamburg: die Speicherstadt. Dort machten wir Bekanntschaft mit dem Leben in der Finsternis, dem "Dialog im Dunkeln". Nur mit einem Blindenstock ausgestattet, ließen wir uns von unseren blinden Ausstellungsführern durch die stockfinstere Ausstellung leiten. So bekamen wir einen kleinen, aber sehr intensiven Eindruck von dem Alltagsleben erblindeter Menschen und den Schwierigkeiten, sich in einer von sehenden Menschen geformten Umwelt zu bewegen. Allein das bloße Überqueren einer Straße an einer Fußgängerampel hätte einige Verkehrsopfer in unserer Gruppe hervorgebracht. Statt die Straße direkt zu überqueren, liefen einige von uns mitten auf der Straße herum, ohne den Hauch einer Chance zu haben, die andere Straßenseite während der akustisch angezeigten Grünphase zu erreichen.
Natürlich wurden auch "Milieustudien" auf St. Pauli und in Altona betrieben. Die Unterschiede zwischen Arm und Reich wurden uns bei unseren Wanderungen durch die Stadtteile offenbar. Während einerseits bezahlbare Wohnungen für viele Menschen nicht erschwinglich sind und diese auf der Straße als Obdachlose leben, gibt es andererseits riesige Eigentumswohnungen, die für einigen Millionen Euro auf dem Wohnungsmarkt gehandelt werden. 
Für die angehenden Erzieherinnen und Erzieher durfte natürlich auch ein Besuch des "Rauhen Hauses" nicht fehlen, sodass wir am Donnerstagmorgen einen Ausflug dorthin unternahmen. Das „Rauhe Haus“ war die historische Keimzelle der sozialen Arbeit mit verwahrlosten Kindern und Jugendlichen im Hamburg des frühen 19. Jahrhunderts. Es bot eine fortschrittliche, humanistische Alternative der Unterbringung dieser Kinder, die ansonsten in Gefängnissen untergebracht wurden. Heute deckt die Stiftung "Rauhes Haus" viele weitere Bereiche der Sozialen Arbeit in Hamburg ab. So gibt es Behinderteneinrichtungen, Werkstätten, Altenpflegeeinrichtungen, eigenen Ausbildungseinrichtungen und sogar eine eigene Hochschule. Zudem konnten die Schülerinnen und Schüler die Museen, den Hafen, den Elbestrand, die Parkanlagen und andere Attraktionen der Millionen-Stadt noch auf eigene Faust erkunden. Mit vielfältigen und betörenden Eindrücken aus der maritimen Metropole kehrten alle wohlbehalten zurück.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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